Collon

Auguste Collon war Offizier der belgischen Armee und fasste zwischen 1899 und 1902 seinen Kenntnisstand der Kryptografie in mehreren Artikeln zusammen. In diesen legte er zeitgleich mit Delastelle die Grundlagen für fragmentierte Verschlüsselungsverfahren.

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Schlüssel AUGUSTECOLLON 4

So stellte er etwa ein Verfahren vor, das ähnlich wie Polybios ein 5x5-Quadrat verwendete. Er verwendete ein Schlüsselwort und schrieb das zugehörige gemischte Alphabet horizontal oder vertikal in das Quadrat. Während Collon bei seinem Alphabet den Buchstaben K ausließ, wird in dem hier aufgeführten Beispiel der Buchstabe J durch I ersetzt.

AUGST
ECOLN
BDFHI
KMPQR
VWXYZ

Da die Zeilen und Spalten dieses Quadrates keine Kennungen durch Ziffern oder Buchstaben aufweisen, verwendete Collon stattdessen die Einträge in der unteren Zeile sowie der linken Spalte. So wird etwa der Buchstabe D durch BW und I durch BZ verschlüsselt. Die so erhaltenen Buchstabenpaare notierte er untereinander in zwei Zeilen, wobei er die Buchstabenfolge gleichzeitig in Gruppen von drei, vier oder fünf Buchstaben unterteilte. In diesem Beispiel werden Gruppen von jeweils vier Buchstaben gebildet.

Dies iste inge heim erTe xt
BBEA BAAE BEAE BEBK EKAE VA
WZVY ZYZV ZZXV YVZW VZZV XZ

Die gebildeten Buchstabengruppen werden gruppenweise von oben nach unten oder umgekehrt ausgelesen. Gleichzeitig kann man festlegen, ob die Buchstabenfolgen oder die beiden Zeilen jeweils von links nach rechts oder umgekehrt ausgelesen werden. In diesem Beispiel wird jeweils mit der unteren Zeile begonnen und die Buchstaben dieser Zeile werden von links nach rechts notiert. Die Buchstaben der oberen Zeile werden dagegen immer von rechts nach links ausgelesen.

BBEA      BAAE      BEAE      BEBK      EKAE      VA
WZVY      ZYZV      ZZXV      YVZW      VZZV      XZ
WZVY AEBB ZYZV EAAB ZZXV EAEB YVZW KBEB VZZV EAKE XZ AV