Eine vereinfachte und schnellere Variante der Swagman-Verschlüsselung wurde 1978 mit der Lazy Swagman-Chiffre vorgestellt. Sie benutzt keine getrennten Tabellen, sondern eine einzige Tabelle sowohl für die Verschlüsselung als auch für die Entschlüsselung.
| Klartext |
Dies ist ein geheimer Text mit einer |
|
sehr wichtigen Information |
| Schlüssel |
4 |
Für die Verschlüsselung wird ein lateinisches Quadrat als Schlüssel verwendet, welches in dem dargestellten Beispiel die Seitenlänge 4 besitzt.
Bei der gewählten Seitenlänge muss die Länge n des Klartextes ein Vielfaches von 4 sein und eventuell durch Füllzeichen verlängert werden. Die für die Verschlüsselung erforderliche Tabelle besitzt dann vier Zeilen und n/4 Spalten, um den Klartext aufnehmen zu können. Die obere Zeile dieser Tabelle besteht aus den periodisch angeordneten Zahlen der oberen Zeile des Schlüsselquadrates. Darunter folgen die Zahlen der weiteren Zeilen des Schlüsselquadrates.
| 4 | 3 | 1 | 2 | 4 | 3 | 1 | 2 | 4 | 3 | 1 | 2 | 4 | 3 |
| 3 | 4 | 2 | 1 | 3 | 4 | 2 | 1 | 3 | 4 | 2 | 1 | 3 | 4 |
| 1 | 2 | 4 | 3 | 1 | 2 | 4 | 3 | 1 | 2 | 4 | 3 | 1 | 2 |
| 2 | 1 | 3 | 4 | 2 | 1 | 3 | 4 | 2 | 1 | 3 | 4 | 2 | 1 |
Zum besseren Verständnis des Verfahrens werden in den folgenden Schritten die Zahlen dieser Tabelle nicht durch Klartextbuchstaben überschrieben, sondern für diese jeweils eine, eigentlich überflüssige, Leerzeile eingefügt. Die ersten n/4 Klartextbuchstaben werden spaltenweise von links nach rechts unterhalb der Zellen eingetragen, die die Zahl 1 enthalten. Die nächsten n/4 Buchstaben folgen dann bei den Zellen mit der Zahl 2.
Mit diesen Schritten ist die Tabelle vollständig gefüllt und der Geheimtext kann abschließend spaltenweise ausgelesen werden.
| Geheimtext |
NEDI RIMI EENS RSEF OHIT RRES TXMW |
|
TEIA TCIM HIIN GTOT EEIN YGHI EYNE |
Das Lazy Swagman-Verfahren ist mit nur einer Tabelle weniger aufwändig als das normale Swagman-Verfahren. Zudem ist die Verschlüsselung schneller und einfacher, die Entschlüsselung allerdings etwas langsamer.