Die Playfair-Chiffre ist ein bekanntes und lange Zeit beliebtes Verschlüsselungsverfahren. Allerdings hat es den Nachteil, dass Sonderfälle eintreten, wenn die beiden Buchstaben in derselben Zeile oder Spalte liegen. Weiterhin muss ein Füllzeichen eingefügt werden, wenn ein Bigramm aus gleichen Buchstaben besteht. Das asymmetrische Playfair-Verfahren kommt dagegen ohne diese Sonderfälle aus.
| Klartext |
Dies ist ein geheimer Text |
| Schlüssel |
ASYMMETRISCH |
Im ersten Schritt wird mit dem Schlüsselwort ein gemischtes Alphabet erstellt und die sich ergebende Buchstabenfolge horizontal in ein 5x5-Quadrat eingetragen.
| A | S | Y | M | E |
| T | R | I | C | H |
| B | D | F | G | K |
| L | N | O | P | Q |
| U | V | W | X | Z |
Bei diesem Verfahren werden grundsätzlich alle Bigramme mithilfe eines virtuellen Rechtecks verschlüsselt. Dies gilt auch, wenn das Rechteck zu einer Linie entartet. Daher werden zwei Buchstaben, die sich in derselben Spalte befinden, unverändert übernommen. Befinden sich dagegen zwei Buchstaben in derselben Zeile, werden sie wegen der unterschiedlichen Spalten umgedreht. Auch das Problem von gleichen Buchstaben wird vorläufig elegant gelöst, indem sie unverändert übernommen werden.
Nach diesen Regeln werden die Bigramme des Klartextes verschlüsselt.
| DI ES IS TE IN GE HE IM ER TE XT |
| FR SE RY HA RO KM HE CY SH HA UC |
Allerdings bieten die Regeln für die Behandlung der Sonderfälle natürlich deutliche Ansatzpunkte für eine ungewollte Entschlüsselung. Daher schließt sich ein zusätzlicher Schritt an, der die beiden Buchstaben der Bigramme unterschiedlich verändert.
Der linke Buchstabe wird jeweils durch den Buchstaben ersetzt, der sich in der Tabelle eine Zeile darüber und eine Spalte weiter links befindet. Dagegen wird der rechte Buchstabe durch den Buchstaben ersetzt, der sich genau eine Zeile darüber befindet. Alle Änderungen werden, wie bei Tabellen üblich, immer zyklisch betrachtet.