Geometrisch strukturierte Schablonen wurden zu allen Zeiten verwendet, um die Buchstaben eines Klartextes umzuordnen. Neben den bekannten Beispielen wie etwa der Fleißner-Schablone oder des Rasterschlüssels, kann man auch mit einfachen Mitteln eigene Schablonen konstruieren.
| Klartext | Dies ist ein sehr geheimer Text |
| Schlüssel | 1/13 |
Ein unregelmäßiges und dennoch leicht zu merkendes Muster erhält man mit den Dezimalziffern von Brüchen, die lange Perioden aufweisen wie etwa 1/7, 1/13, 1/17, 1/19, … Bei dem hier gewählten Schlüssel
1/13 = 0,076923076923076923…
benutzt man die Dezimalziffern ab der ersten von 0 unterschiedlichen Ziffer 7. Man wählt eine Tabelle mit der Mindestbreite 10, die genug Platz für alle Buchstaben des Klartextes sowie zusätzliche Markierungen bietet. Die Dezimalziffern geben der Reihe nach für jede Zeile von oben nach unten die Anzahl der Markierungen an, die zeilenweise abwechselnd am linken und rechten Rand der Tabelle eingefügt werden. Mit der ersten Ziffer 7 werden damit sieben Markierungen am linken Rand platziert, gefolgt von sechs Markierungen am rechten Rand. Bei der Ziffer 0 werden dementsprechend keine Markierungen eingefügt und die ganze Zeile steht für Buchstaben zur Verfügung.
Damit zum Abschluss in der unteren Zeile keine freien Zellen entstehen, wird an die bereits markierten Randzellen eine weitere Markierung hinzugefügt. Prinzipiell kann diese Zelle auch frei bleiben, allerdings gestaltet sich die Entschlüsselung dann etwas schwieriger.
Dann kann der gesamte Klartext zeilenweise in die Tabelle eingefügt werden, die nun vollständig mit Buchstaben und Markierungen gefüllt ist.
| D | I | E | S | |||||||
| I | S | T | E | I | ||||||
| N | G | |||||||||
| E | H | E | I | M | E | R | T | E | ||
| X | T | M | I | T | W | I | C | |||
| H | T | I | G | E | N | I | N | F | O | R |
| M | A | T | I | |||||||
| O | N | E | N |
Nach diesen Schritten wird der Geheimtext spaltenweise ausgelesen.
| Geheimtext | IEHO SHTN TEIE EIXGN IMTE EMN |
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