Schott

Eine etwas vereinfachte Form als die von Kircher stammt von seinem Schüler Gaspar Schott. Dieser verwendet für die Verschlüsselung keine Tabelle, sondern bei ihm sind den Buchstaben ohne J Zahlen von 1 bis 25 in beliebiger Reihenfolge zugeordnet.

ABCDEFGHIKLMNOPQRSTUVWXYZ
10181261120374122515521142489131622172319

Bei diesem Verfahren wird ein Dokument benötigt, bei dem für den verschlüsselten Klartext Buchstaben markiert werden. Wie beim Beispiel von Kircher wird das Gedicht Die Loreley von Heinrich Heine gewählt, das entsprechend aufbereitet wird.

KlartextDies ist ein geheimer Text

Dem ersten Buchstaben des Klartextes D ist die Zahl 2 zugeordnet, sodass der zweite Buchstabe c im Dokument markiert wird. Da zu dem zweiten Buchstaben I die Zahl 7 gehört, wird vom zuletzt markierten Buchstaben aus sieben Positionen weitergezählt und der dort vorhandene Buchstabe n markiert. Die nachfolgenden Markierungen werden also im Gegensatz zu Kircher nicht aus einer Tabelle, sondern mit den Zahlen festgelegt, die den Buchstaben zugeordnet sind.

DIESISTEINGEHEIMERTEXT
276878967152063672562496179
cnabnsbMendnesushnen

Für den zu verschlüsselnden Klartext sind die Markierungen auch bei dieser Verschlüsselung für die ersten beiden Strophen des Gedichtes Loreley von Heinrich Heine angegeben.

Wie bei Kircher muss das markierte Dokument dann dem Empfänger übergeben werden.