Wie das normale Bifid-Verfahren verwendet diese Chiffre ein Polybius-Quadrat und einen festgelegten Schlüssel wie etwa BIFIDBLOECKE.
| Klartext | Dies ist ein geheimer Text |
| Schlüssel | BIFIDBLOECKE 4352 |
Das zugehörige gemischte Alphabet wird horizontal in ein Polybios-Quadrat eingetragen.
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | |
| 1 | B | I | F | D | L |
| 2 | O | E | C | K | A |
| 3 | G | H | M | N | P |
| 4 | Q | R | S | T | U |
| 5 | V | W | X | Y | Z |
Die Koordinaten der Klartextbuchstaben werden wie bei Bifid untereinander geschrieben, doch werden sie bei dieser Variante in Blöcke mit unterschiedlichen Längen unterteilt. Als zweiter Schlüssel ist festgelegt worden, dass der erste Block vier Ziffern umfasst, der zweite drei, der dritte Block fünf Ziffern und der vierte zwei. Werden weitere Blöcke benötigt, werden diese Blockgrößen periodisch wiederholt. Wie beim normalen Bifid werden die Ziffern dieser Gruppen dann von oben nach unten und von links nach rechts zusammengefasst.
| Klartext | DIES IST EINGE HE IMER TEX T |
| Zeile | 1124 144 21332 32 1324 425 4 |
| Spalte | 4223 234 22412 22 2322 423 4 |
11244223 144234 2133222412 3222 13242322 425423 44 |
Abschließend wird diese Ziffernfolge in Paare unterteilt, die mithilfe des Polybios-Quadrates in die Buchstaben des Geheimtextes umgewandelt werden.
| paarweise | 11 | 24 | 42 | 23 | 14 | 42 | 34 | 21 | 33 | 22 | 24 | 12 | 32 | 22 | 13 | 24 | 23 | 22 | 42 | 54 | 23 | 44 |
| B | K | R | C | D | R | N | O | M | E | K | I | H | E | F | K | C | E | R | Y | C | T | |
| Geheimtext | BKRCD RNOME KIHEF KCERY CT | |||||||||||||||||||||
Frank Rubin hat ein subjektives Bewertungssystem für die Stärke von Verschlüsselungsverfahren entworfen, bei dem er Stufen von 1 bis 10 verwendet. Als Grundlage verwendet er aus seiner Erfahrung den Aufwand, die Verfahren mit bekannten Methoden zu knacken, und den Vergleich der Chiffren untereinander.
Stufe 1 steht für Chiffren, die von einem Anfänger ohne Vorkenntnisse mit Papier, Bleistift und mäßigem Aufwand geknackt werden können und etwa Stufe 3 für Chiffren, die von einem erfahrenen Hobby-Kryptologen allein mit Papier und Bleistift geknackt werden können. Für Chiffren der Stufen 4 und 5 ist schon ein Computer oder ein ausgebildeter Kryptologe oder beides erforderlich. Ab Stufe 6 muss die Rechenkraft des Computers höher sein und es wird zusätzlich spezielles Fachwissen erforderlich.
Während er das normale Bifid-Verfahren der Stufe 3 zuordnet, hält er diese irreguläre Variante für deutlich stärker und ordnet sie in Stufe 6 ein.